Presse

 Sa 18.03.2000 14:49
  Kreisschützentag 2000 vom " Wartburgschützenkreis " e. V.
  Der Landrat des Wartburgkreises, Dr.Kaspari,Mit einem schon traditionellen Jahreseröffnungsschiessen wurde das neue Sportjahr für die 33 Vereine des Wartburgschützenkreises und ihren insgesamt 1377 Mitgliedern, am Samstag, dem 18.März 2000, eröffnet. Anlässlich des Kreisschützentages 2000 trafen sich die Mitglieder des Gesamtvorstandes und die Referenten um das vergangene Jahr auszuwerten und weitere Aufgaben für das laufende Jahr festzulegen. Dazu konnte auch der Landrat des Wartburgkreises, Herr Dr. Kaspari, der Vorstandsvorsitzende der Wartburg Sparkasse, Herr Peter Bock, der Geschäftsführer der Brauerei Eisenach GmbH, Herr Lothar Fiebig und Herr Karl-Heinz Beck, Geschäftsführer des US-Center Tiefenort, sowie das amtierende Kreiskönigspaar, und die Prinzessin als Ehrengäste begrüsst werden.

Der Schützenverein Eisenach 1990 e.V. der in diesem Jahr seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, war ein hervorragender Gastgeber. Die Eisenacher Schützen boten mit Ihren Räumlichkeiten beste Bedingungen für den Kreisschützentag 2000 und das Jahreseröffnungsschiessen in Ihrer Raumschießanlage. In einem Vorkampf mit Gebrauchspistole / Gebrauchsrevolver erlangten die ermittelten10 besten Schützen die Berechtigung, auf die eigens für diesen Tag gefertigte Ehrenscheibe zu schießen. Als Sieger der Jahreseröffnungsschiessen 2000 des Wartburgschützenkreises konnte der Ehrengast Karl - Heinz Beck, Geschäftsführer der US-Center Tiefenort gefeiert werden.

Mit den Berichten des Kreisschützenmeister Reinhard Wilhelm und des Sportleiters Edwin Asmus konnte eine positive Bilanz für das zurückliegende Jahr gezogen werden.

Auch die bestehende Internetpräsenz der Schützenvereine unter dem Dach des Wartburgschützenkreis e.V. wurde beraten und beschlossen (www.Wartburgschuetzenkreis.de ). Schwerpunkte waren die Verbesserung der Information und Kommunikation, über E-Mail und Internet, sowie die Wettkampforganisation und - durchführung. Dafür wurde die Anschaffung der erforderlichen Technik beschlossen.

Weiter gab es ausreichend Ansatzpunkte und Anregungen für ein erfolgreiches Jahr im Wartburgschützenkreis.

Interessant auch die Zahlen und Fakten von Herrn Rechtsanwalt Reinhard Becker zu aktuellen Problemen des privaten Waffenbesitzes und des Waffenrechts. Seine Analyse zeigte ganz überzeugend, dass die Sportschützen und ihre Vereine keine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit darstellen.

Bei Straftaten mit Schusswaffen werden durch Politiker und Medien immer wieder die Schützenvereine zu unrecht in ein falsches Licht gerückt und ein schärferes Waffengesetz gefordert.

(Ähnliche Forderungen vermisst man angesichts dessen, dass im Strassenverkehr in Deutschland jede Stunde ein Menschenleben ausgelöscht wird.)

Wie im " Freien Wort " vom 29.02. 2000 zu lesen war solle der Weg zum Waffenschein erschwert werden. Wenn in diesem Artikel von "dubiosen Schützenvereinen " geschrieben wird, stellt dies doch eine pauschale Kriminalisierung aller Schützenvereine dar. Es wird auch übersehen, das Sportschützen keinen Waffenschein besitzen!

Ein Waffenschein berechtigt zum Führen einer schussbereiten Waffe in der Öffentlichkeit.

Somit ist unwahrscheinlich, das in unserem Kreis jemand einen Waffenschein hat.

Sportschützen (egal welchem Schützenbund sie angehören) haben eine Waffenbesitzkarte.

Diese wird auf Antrag und einer umfangreichen behördlichen Überprüfung durch das zuständige Ordnungsamt ausgestellt und ist mit Auflagen verbunden. Sie berechtigt ihn eine zugelassene Sportwaffe zu besitzen.

Bei Aufbewahrung und Transport dürfen diese nicht schussbereit sein .

Eine Gefahr besteht dann, wenn unzuverlässiges Verhalten nicht angezeigt wird wie das bei den zwei Straftaten in jüngster Vergangenheit in Deutschland der Fall gewesen ist.

Ein totales Verbot von Schusswaffen im privaten Besitz - wie in England seit drei Jahren -

bringt nicht den erhofften Erfolg! Dort ist seit dem ein Anstieg der Straftaten mit Schusswaffen zu verzeichnen. Also gibt es dort nur noch illegale Waffen, welche behördlich nicht registriert sind.

Ein Appell an alle Sportschützen: Unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften diszipliniert und verantwortungsbewusst mit Sportwaffen umzugehen.

Auf diese Weise können wir auch künftig am besten die jahrhunderte alte Tradition des deutschen Schützentumes pflegen und Sportschiessen im olympischen Geist durchführen .



Bildunterschrift: Die Ehrung des Siegers Karl-Heinz Beck durch den Kreisschützenmeister Reinhard Wilhelm


Text : W. Anacker / R. Wilhelm

Foto: A. Kahl mehr...