Bundeskönigsschießen 2026
Das Bundeskönigsschießen mit anschließendem Bundeskönigsball zählt zu den traditionsreichsten Höhepunkten im Kalender des Deutschen Schützenbundes. Dabei treten die amtierenden Hoheiten der 20 Landesverbände gegeneinander an, um die Titel des Bundesschützenkönigs und des Bundesjugendschützenkönigs zu erringen. Das Besondere an diesem Wettbewerb: Gewertet wird ausschließlich der beste Schuss.
Mit dabei war in diesem Jahr auch Sandra Schierl vom SV Dorndorf/Rhön. Gemeinsam mit Unterstützern aus dem Wartburgschützenkreis reiste sie am Freitag, 8. Mai, nach Frankfurt am Main. Ebenfalls für Thüringen vertreten waren Landesjugendschützenkönigin Stella-Sophie Köhler vom FV SSZ Suhl. Unterstützt wurden beide vom offiziellen Vertreter des Thüringer Schützenbundes e.V., dem Landesfähnrich Manfred Müller. Empfangen wurden alle bereits Freitagabend in Vertretung des Oberbürgermeisters der Stadt Frankfurt am Main, Stadtrat Stephan Siegler, im Kaisersaal des Frankfurter Römers. Dabei waren auch der Präsident des DSB Hans-Heinrich von Schönfeld sowie die Präsidentin des Hessischen Schützenverband Tanja Frank vertreten.
Sandra Schierl, ursprünglich als Landesauflagekönigin des TSB proklamiert worden, stellte sich nun erstmals der Herausforderung eines Wettkampfes im freistehenden Schießen auf Bundesebene. Intensive Trainingseinheiten auf heimischen Schießständen mit der Unterstützung von befreundeten Schützenvereinen gingen dem Königsschießen voraus.
Der sportliche Wettkampf begann am Samstagmorgen im Landesleistungszentrum Frankfurt und wurde traditionell mit einem Böllerschießen eröffnet. Den Auftakt machte die Jugend. Bereits während des Wettkampfs deuteten die Schüsse von Stella-Sophie Köhler auf ein starkes Ergebnis hin. Die Thüringer Delegation musste sich jedoch bis zur offiziellen Siegerehrung am Abend gedulden.
Auch Sandra Schierl bewahrte bei ihrem ersten Bundeskönigsschießen die Ruhe und setzte mehrere starke Zehner ins Ziel. Nach dem sportlichen Teil hieß es dann: Schießkleidung ablegen, Schützentracht anziehen, denn am Abend stand der festliche Bundeskönigsball auf dem Programm.
Zunächst wurden dort die Ergebnisse der Jugend bekanntgegeben. Stella-Sophie Köhler erreichte mit einem Teiler von 48,1 einen hervorragenden achten Platz. Das entspricht einem Schuss, der lediglich 0,48 Millimeter vom absoluten Zentrum entfernt lag. Den Titel der Bundesjugendschützenkönigin sicherte sich Melissa Wilbert vom Rheinischen Schützenbund.
Auch Sandra Schierl konnte mit ihrer Leistung überzeugen. Mit einem Teiler von 146,8 und damit nur 1,46 Millimeter vom Mittelpunkt entfernt, belegte sie Rang 17 im bundesweiten Teilnehmerfeld. Neuer Bundesschützenkönig wurde Michael Piorr, welcher mit einem herausragenden Teiler von 6,4 seinen Heimvorteil eindrucksvoll nutzte.
Der restliche Abend stand schließlich ganz im Zeichen des geselligen Beisammenseins: Gemeinsam wurden die sportlichen Erfolge gefeiert, Erfahrungen ausgetauscht und bis in die späte Nacht getanzt.

